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Velotel – Das Donauradweg Motel

Velotel is a motel chain for bicyclists riding on the Donauradweg, which is a main cycling route in Europe. Although there are a couple of lodgings, camping places and guest houses along the cycle path, there is a lack of possibilities for young cyclists to put up in a modern and more appropriate accommodation. Velotel offers comfortable and affordable quarters for nature-lovers with a view over the Donau by day and the starry sky by night. The bike maintains present all along the cycling tour, even at night.

Konzept



Viele Plätze entlang der Donau sind ungenutzt. Einige von ihnen waren bzw. sind im Besitz von Kasernen, die in den letzten Jahren schließen mussten.

Beispiele wären die Marinekaserne Tegetthoff, die bereits seit 2005 nicht mehr besteht und die Magdeburger Kaserne die mit Ende 2013 schließen soll. Diese Liegenschaften sind direkt am Donauradweg gelegen, und zählen somit größtenteils zum Überschwemmungsgebiet der Donau.



Seit einigen Jahren boomt der Fahrradtourismus in Österreich, wodurch der Donauradweg für den Tourismus zunehmend an Bedeutung gewinnt. Die Infrastruktur betreffend der Übernachtungsmöglichkeiten entlang dieser Strecke hat sich jedoch noch kaum diesem Trend angepasst.



Velotel ist ein, dem Radsport entsprechendes Beherrbergungssystem, das naturverbundene, direkt an der Radstrecke gelegene Nächtigungsmöglichkeiten bietet und den zuvor genannten Grundstücken einen neuen Nutzen gibt.



Die aktuelle Infrastruktur an Übernachtungsmöglichkeiten entlang des Donauradwegs besteht hauptsächlich aus Campingplätzen, Pensionen und der Möglichkeit in Hotels der größeren Städte unterzukommen.



Campingplätze sind meist überfüllt und erfordern die Mitnahme schweren Gepäcks. Es handelt sich hierbei zwar um eine gesellschaftliche und naturverbundene Art des Übernachtens, jedoch lassen diese Einrichtungen kaum Privatsphäre zu.



Landhäuser und Pensionen, sind zwar gemütlich, gelten jedoch oft als altmodisch und sprechen daher nur eine kleine Zielgruppe an.



Die Hotels in den Städten sind für nicht ortskundige Reisende oft schwer zu finden, darüber hinaus kostenintensiv und erfordern strapaziöse Umwege durch den Stadtverkehr.



Velotel vereinigt somit die Naturverbundenheit des Campings und die Gemütlichkeit der Landhäuser.





Wohneinheiten



Pro Kubus finden zwei Personen und zwei Fahrräder Platz. Bis zu einer Anzahl von neun Wohnkuben steht am Grundstück ein Sanitärkubus zur Verfügung. Ab Platzgrößen, die zwei Sanitärkuben zulassen, besteht die Möglichkeit Gastronomieeinheiten und Informationsstellen zu platzieren. Auf diese Weise entstehen Raststationen, die auch von Radtouristen auf der Durchreise genutzt werden können.



Hochwasserschutz



Im Falle einer Hochwasserwarnung wird der Donauradweg größtenteils gesperrt. Die Wohnkuben besitzen eine Konstruktion, die es ihnen erlaubt durch integrierte Pontons an der Unterseite Auftrieb zu erlangen, um mit dem Wasserspiegel zu steigen. Durch eine Verankerung im Boden werden die Kuben nicht weggespült. Geht der Wasserstand wieder zurück, sinken sie wieder auf die Plattform ab, wo sie dann von Einsatzfahrzeugen wie z.B. Traktorkränen wieder an die ursprüngliche Position gesetzt werden können.



Fassadengestaltung



Ausgangsidee war es, private Bereiche über die Fassade der einzelnen Unterkünfte zu definieren. Der Bewohner kann sich so vor unerwünschten Blicken schützen, besitzt andererseits aber auch die Option, sich dem Nachbarn hin zu öffnen, da der Radsport an sich ein sehr gesellschaftlicher Sport ist. Auf diese Weise entsteht auch die Möglichkeit sich private Bereiche für größere Gruppen zu schaffen; im Radsport reist man ja nur selten allein oder zu zweit.



Das Fahrrad



Das Markenzeichen des Velotels ist das Fahrrad und dieses ist vom Radweg aus sofort wahrzunehmen. Das Fahrrad, als individuelle Aushängeschilder jeder Wohneinheit ist somit ständig präsent, sowohl innen wie auch außen. Ist der Wohnkubus bewohnt bzw. beleuchtet, so dringt die Silhouette des Rades nach außen. Das Fahrrad bekommt dadurch einen Trophäencharakter.

Die Unterbringung der Fahrräder erfolgt auf der dem Radweg zugewandten Seite. Über ein Zahlenschloss lassen sich die transluzenten, aus einem witterungsbeständigen Stoff bestehenden Rollläden bis auf halber Höhe öffnen. Die Fahrräder können nun nacheinander mit Haken an den Vorder- und Hinterrädern aufgehängt werden und über einen Flaschenzug auf die richtige Höhe gekurbelt werden. Auf diese Weise sind sie optimal vor Witterung und Diebstahl geschützt.

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Andrea Zuniga Espinoza

Wien, Austria

Category: Urban Planning and Urban Design

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